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Es war einmal...

Irgendwie habe ich heute spontan beschlossen, einen Blog zu beginnen.Die Entscheidung habe ich getroffen, als ich heute einen Selbstbericht von jemandem gelesen habe, der WoW süchtig ist. Und da ich ebenfalls süchtig bin und es mich unglaublich angesprochen hat, dass dieser jemand seine Sucht ablegen konnte, habe ich mir gedacht, dass es nicht schaden kann, ebenfalls zu bloggen.Ich bin 24. Und ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass ich schon viel zu alt bin für meine Sucht. Dass ich schon viel zu lange mit ihr lebe. Nämlich schon 11 Jahre. Ok, andere sind schon viel länger süchtig, aber ich empfinde 11 Jahre einfach als eine unglaublich lange Zeit.Ich weiß noch nicht einmal mehr, wie es genau angefangen hat..ich weiß nur, dass es angefangen haben muss, als ich 13 war, jedenfalls habe ich ab dem Zeitpunkt angefangen zuzunehmen.Ich habe eine Essstörung.Klingt so unwirklich, wenn ich das schreibe und ehrlich gesagt will ich sie ja auch nicht mehr.Meine Karriere begann mit Binge-Eating (Esssucht), wechselte etwa 1 Jahr in die Magersucht, dann für 3 Jahre in die Bulimie (ohne Erbrechen, sondern mit Hungern als Gegenmaßnahme nach Essattacken, die Diagnose lautet dennoch Bulimie) und ab dann nur noch Esssucht. Das ist wohl auch definitiv der Grund, warum ich unbedingt davon loskommen will. Ob das funktioniert, indem ich in einen Blog schreibe, ist eine ganz andere Frage...Ich glaube mittlerweile habe ich auch herausgefunden, warum ich maßlos Essen in mich hineinbefördere. Da gab es bestimmt mehrere Gründe, ich habe einiges herausarbeiten können im Laufe der Jahre, aber ich kann mir gut vorstellen, dass ein großer Grund ist, mich von meiner Mutter distanzieren zu wollen. Natürlich nicht bewusst, also ich denke mir nicht "Ich will mich von meiner Mutter distanzieren" und esse dann drauflos. Aber ganz ehrlich: Ich bin 24 und da wird es eigentlich langsam mal ganz dringend Zeit die Mutter-Tochter-Beziehungsprobleme nicht soooo im Vordergrund zu halten. Mein Problem war glaube ich nämlich immer, dass meine Mutter einfach nur "perfekt" ist. Sie ernährt sich nach einer ganz bestimmten strengen, aber unglaublich gesunden Ernährungsform, tut unglaublich viel Gutes für Ihren Körper in Form von Wechselbädern, spezieller Kosmetik bzw. Nicht-Kosmetik, Übungen etc. und ganz wichtig: Ihr Tagesablauf ist von morgens bis abends durchstrukturiert. Sie hat IMMER was zu tun. Faulenzen tut sie so gut wie nie. Und wie ich finde sieht sie sehr gut aus.Ich als kleines Töchterlein war immer sehr gut in der Schule. Ich war eine kleine Streberin und Noten waren mir wichtig. Als ich in die Pubertät kam, kam dann die komplette Gegenwehr gegen den Lebensstil meiner Mutter. Ich ernährte mich ungesund und ließ die Hausaufgaben und die Unterrichtsbeteiligung schleifen. Wir hatten zu dem Zeitpunkt auch sehr viele Probleme miteinander und ich kann mir gut vorstellen, dass ein Teil in mir ihr noch immer nicht verziehen hat- sonst würde ich mich glaube ich nicht nach so vielen Jahren noch immer an die Esssucht klammern, obwohl sie mich kaputt macht und ich mir nichts sehnlicher wünsche, als dass sie endlich aufhört. Oder ich mit ihr aufhören kann.Ich mache an der Stelle mal eine Pause- ich schreibe später bzw. morgen weiter..
21.2.16 20:20


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