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Das große Vergessen

Ich habe mir vorhin ein Bild von mir angeschaut...darauf bin ich vielleicht 12 Jahre alt gewesen. Es ist so unwirklich, darauf abgebildet ist ein Mädchen, das echt gut in der Schule ist. Imstande ist, Leistung zu erbringen und dies auch tut. Wobei, wenn ich gerade darüber nachdenke...ich glaube schon zu diesem Zeitpunkt habe ich das Üben für die Gitarre mehr oder weniger verweigert...egal.Ich bin an einem Punkt, wo ich weder vor noch rückwärts gehe...so fühlt es sich an. Ich warte noch bis Oktober auf meinen Masterplatz und irgendwie betäube ich mich die ganze Zeit. Ich habe ab und an psychologische Studien, mit denen ich mir mein Geld ein wenig aufbessere, arbeite ehrenamtlich in einem Flüchtlingsheim, mein Nebenjob besteht ohnehin nur aus 4 Diensten a 11,5 Stunden und sobald ich nach Hause komme, geht es erst einmal an die PS2. Meinen täglichen Nachtspaziergang schaffe ich auch nur mit Musik auf den Ohren.Ich will noch nicht einmal darüber nachdenken gerade, wovor ich eigentlich Angst habe. Eigentlich will ich jetzt nur noch den Laptop zuklappen, mir einen Plan für morgen machen und dann ins Bett gehen. Und mir auch keine Gedanken darüber machen, wie komplett bekloppt dieser Eintrag gerade für jeden Leser wirken muss. Irgendwann werde ich mich eh mit meinen Ängsten auseinandersetzen müssen, aber nicht jetzt.
22.2.16 23:33


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Es geht weiter..

Ich habe letztes Jahr die Diagnose Borderline erhalten...und ganz ehrlich: Es ist so dumm das zu schreiben und zu denken, aber ich war verdammt stolz auf diese Diagnose. Sie bot einen passenden Ausdruck für diese "Dunkelheit" in mir, diesen Hass, diese Wut vermischt mit Depressionen. Ich habe vor langer langer Zeit eine falsche Assoziation aufgebaut. Die Tochter meines 2. Stiefvaters hatte Probleme mit selbstverletzendem Verhalten, Magersucht und Depressionen. Ironischerweise war sie ein Vorbild für mich. Sie war hübsch, hatte Humor, sie war wie eine Schwester für mich. Und wie das so ist, wollte ich ihr nacheifern. Ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits selber eine Essstörung, jedoch die Esssucht. Ich mochte ihren Vater, also meinen 2. Stiefvater unglaublich gerne. Er war für mich ein unglaublicher Rettungsanker, denn mit meiner Mutter, meiner einzigen Bezugsperson, hatte ich zu diesem Zeitpunkt unglaubliche Probleme. Er brachte mir das Kalorienzählen bei und ich fiel in die Magersucht.Ich wollte unbewusst immer so sein wie seine Stieftochter. Was für eine Ironie zu glauben, dass das, was sie tat und dachte, erstrebenswert war. Eine Magersucht ist nichts, was erstrebenswert ist, auch kein selbstverletzendes Verhalten und keine Depressionen. Auch keine Borderlinediagnose. Es ist für mich zur Normalität geworden. Psychisch krank zu sein. Mich in der "Dunkelheit" aufzuhalten. Ich gehe sogar soweit, dass ich sagen kann, dass mir ein "normales" Leben Angst macht. Nur führt kein Weg daran vorbei. Denn egal, wie vertraut mir die Welt der psychischen Störungen geworden ist, werde ich sie hinter mir lassen müssen. Oder ich gehe daran zugrunde. Ich habe unglaubliche Angst davor.
22.2.16 00:20


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